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Nichtangabe von Versandkosten ins Ausland stellt einen Wettbewerbsverstoß dar

Das OLG Hamm (OLG Hamm, Urteil v. 01.02.2011, Az. I-4 U 196/10) entschied, dass es einen Verstoß gegen die PAngV i. V. m. dem UWG darstelle, wenn ein Online-Händler keine Lieferkosten für das Ausland angebe.

Auf seiner Website forderte ein Online-Händler seine Kunden auf im Einzelfall die Versandkosten ins Ausland zu erfragen. § 1 Abs. 1, 2 PAngV schreibt dem Anbieter von Waren jedoch vor, gegenüber Verbrauchern neben dem Preis auch die Liefer- und Versandkosten anzugeben. Das Gericht entschied, dass ein Verstoß gegen die PAngV vorliegt, wenn ein Verbraucher erst auf eine entsprechende Nachfrage der konkrete Versandpreis mitgeteilt wird. Eine solche dem Verbraucher aufgebürdete Fragelast entspreche nicht den Vorgaben des § 1 Abs. 2 PAngV.

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